Neugründung

Rentabilitätsplanung Teil 3 – Planung von Mengen

Die Planung von Mengen ist vor dem Gründungsstart die größte Herausforderung, denn es liegen keine Zahlen aus der Vergangenheit vor. Auch kann niemand diese wirklich vorhersagen, da die große Unbekannt „Kunde“ wesentlich die Mengen bestimmen.

Dennoch muss der Schritt gewagt werden eine Planung zu erstellen, denn nur so kann im Zeitverlauf festgestellt werden, ob die Überlegungen zum Geschäftsmodell richtig sind. Außerdem kann nur dami kann die Gewinnschwelle ermittelt werden, die Liquidität geplant und der Businessplan erstellt werden.

Grundsätzliche Überlegungen:

Jede Produktion oder Dienstleistung benötigt Zeit, Ressourcen. Mit der Kalkulation sollte klar sein, welche zeitlicher Aufwand und welche Ressourcen (Material, Personal, Werkzeuge,..) benötigt werden. Diese setzen Grenzen in der Erstellung, der Ausführung von Dienstleistungen etc.

Beispiel Kfz-Werkstatt: Ein Kfz-Monteur benötigt zur Ausführung einer Reparaturhandlung wie Räderwechsel Zeit. Diese gliedert sich in der Annahme des Fahrzeuges, des Hebens auf der Hebebühne, der Demontage und Montage, des Absenkens, Radkontrolle und Übergabe des Fahrzeugs etc. Dieser Vorgang dauert üblicherweise 20 min. Daraus ergibt die die maximale Leistung des Monteurs von 3 Fahrzeugen pro Stunden. Die effektive Arbeitszeit beträgt  i.d.R. 6 Stunden pro Arbeitstag, so dass der Monteur höchstens 18 Fahrzeuge pro Tag schaffen kann. Das ist der maximale Output unter normalen Bedingungen. Das Minimum liegt bei 0 Fahrzeugen, weil es keine Kunden gibt. Diese Überlegungen anzustellen sind wichtig, denn nicht selten überschätzen sich Neugründer in ihrer Leistungsfähigkeit oder die ihrer Mitarbeiter.

Die Ermittlung ist sehr abhängig pro Branche und er Tätigkeit. Deshalb sollten je nach eigenen Branchenerfahrungen und Datenmaterial die Abläufe genau bestimmt werden und die maximale Leistung pro Personaleinheit (1 voll Arbeitskraft) ermittelt werden. Aus diesen ist entsprechend der Kalkulation der Preis pro Stück (Produkt) oder pro Stunde  (Dienstleistung) zeitlich aufzugliedern. Da geht am besten über eine eigene Tabelle mit Zeiteinheiten (Tage, Wochen, Monat, Jahr).

Bsp.: Kfz-Werkstatt

Sofern es andere Leistungen gibt, welche in Abhängigkeit zur Leistung stehen, wie Verkäufe von Waren oder Kfz-Teilen, dann können dies prozentual abhängig dazu geplant werden.

Die geplanten Mengen (im Bsp. Anzahl der Aufträge = Anzahl Fahrzeuge) richten sich nach der Anzahl der gewonnen Kunden. Ob Kunden gewonnen werden, sollte keine reine Glaubensfrage sein, sondern auf Basis des erwarten Vertriebes- und Marketingerfolges festgelegt werden, was tue ich konkret damit ich Kunden habe.

Aus den Planmengen ergibt sich mit den kalkulierten Preisen die Umsatzplanung.